The most exciting adventure of my life – USA Part II

Wie in meinem letzten Beitrag zu dem Thema erwähnt, bin ich im Süden von Texas gelandet. Um genauer zu sein: in Harlingen. Ich möchte Euch ein wenig von meinem schulischen Alltag dort erzählen.

Ich hatte wirklich die wunderbarste Gastfamilie, die man sich wünschen kann. Mein Gastvater ist gerade, kurz bevor ich zu ihnen geflogen bin, 40 geworden, meine Gastmutter wurde einen Monat später 38 und meine Gastschwester war zu diesem Zeitpunkt 10 Jahre alt. Ich kann nur nochmal betonen, dass diese Komponente am wichtigsten ist. Wenn man sich nicht mit meiner Gastfamilie versteht, ist es egal, ob man an dem schönsten Ort ist oder sonst alles perfekt ist, es wird dann einfach nicht optimal sein. Mir selbst ist die Erfahrung zum Glück erspart geblieben, aber ich weiß von Bekannten und Freunden von mir, die parallel auch ein Auslandsjahr gemacht haben, dass es bei ihnen die unterschiedlichsten Probleme gab. Es gab unangebrachte Unterbringungen, Stress mit der Gastfamilie, Mobbing an der Schule,…

Unter der Woche bin ich morgen meistens zwischen 6 und 6.30 Uhr aufgestanden, habe mich in Ruhe fertig gemacht und gefrühstückt. Was ich wirklich vermisst habe, war normales deutsches Schwarzbrot. So etwas gibt es dort ja nicht, nur Weißbrot. Man gewöhnt sich daran, aber es ist doch definitiv nicht das Gleiche. Meine Gastmutter hat praktischerweise an der High School gearbeitet, auf die ich gegangen bin, und ich konnte somit jeden Morgen gemeinsam mit ihr zur Schule fahren und nachmittags auch wieder nach Hause. Woran man sich wirklich gewöhnen muss, sind die Sicherheitsvorkehrungen an der High School. So etwas kennt man aus Deutschland einfach nicht. Erstens muss man durch eine Sicherheitskontrolle, bei der man seinen Schulausweis zeigen muss und ggfs. nach Waffen oder Drogen durchsucht wird, wenn man Anlass dazu gibt, und zweitens darf man sich während der Unterrichtszeiten außerhalb der Pausen nicht einfach frei auf den Gängen bewegen. Das darf man nur, wenn man einen sogenannten Hall Pass bei sich führt. Der liegt in jeder Klasse aus. Wenn man auf Toilette muss, muss man dort seinen Namen eintragen und die Uhrzeit, das wird von dem Lehrer abgezeichnet und dann erst darf man auf Toilette gehen. Wenn man sich sonst in den Gängen aufhält, wird man von der Security entweder in die Klasse gebracht oder gleich zum Direktor.

Ich habe jeden Tag morgens von 8 Uhr an zwei Stunden Tennis gespielt, was dort auch in einer Art Klasse organisiert ist. Mit dieser Klasse nimmt man auch an Turnieren teil, die teilweise sogar bis auf Staatenebene gehen. Generell gibt es bei den ganzen Sportmannschaften immer die Unterteilungen in Freshmen und Varsity Teams. Varsity Teams sind quasi die Besten. Meistens kommt man auch erst in ein Varsity Team, sobald man mindestens ein Sophomore ist. (Zur Erinnerung, in den USA ist die High School in vier Stufen eingeteilt: Freshmen, Sophomore, Junior, Senior.) Ich selbst habe in der meiner Zeit dort auch an ein paar Tennisturnieren teilgenommen, allerdings im Einzel. 🙂

Nach dem Tennistraining hat man dann ein wenig mehr Zeit als bei normalen Pausen, damit man in Ruhe duschen kann etc. Welche Klassen ich belegt habe, habe ich ja in meinem letzten Beitrag schon erwähnt. Es gibt an den High Schools sogenannte A- und B-Days. Das heißt, man hat an einem Tag – Tennis ausgenommen, das findet jeden Tag statt – drei Klassen und am nächsten die anderen drei. Danach richtet sich dann auch, ob man sich in einer A-Woche oder einer B-Woche befindet, d.h. ob man drei A- oder drei B-Days hat. Bei mir sah das so aus, dass ich an A-Days Tennis hatte, anschließend Englisch, dann Health und danach U.S. History. B-Days bestanden aus Tennis, Biology, Algebra und Spanish. Man hat meistens an einem der Tage den frühen Lunch, d.h. zwischen der zweiten und dritten Klasse, und am anderen Tag den späten Lunch, d.h. zwischen der dritten und vierten Klasse. Lunch bedeutet genau das, was man aus den ganzen Filmen und Serien kennt: eine riesige Mensa und ungefähr tausend Schüler, die gleichzeitig an der Theke anstehen und ihre Tabletts mit den typischen Mahlzeiten in den Händen halten. 😉

Die Schule hat bei mir immer gegen 16 Uhr geendet. Die einzige Ausnahme waren sogenannte PEP-Rallye-Days. Das bedeutet, wenn das heimische Footballteam am Abend ein Heimspiel hatte, wurde jede einzelne Klasse verkürzt, sodass dann kurz nach Mittag alle in der Aula zusammengekommen sind, um sich stimmungsmäßig auf das Spiel am Abend vorzubereiten. Sport wird dort eben wirklich wahnsinnig groß geschrieben. 🙂

So viel für heute von meinem schulischen Alltag. 🙂

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2 Gedanken zu “The most exciting adventure of my life – USA Part II

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