Lac & Cure – UV-Nagellack für Zuhause im Alltagstest!

Nachdem meine erste Prüfung in der Uni vorbei ist, hatte ich endlich Zeit Lac & Cure von LCN auszuprobieren. Vielleicht erinnert ihr Euch, dass ich vor einiger Zeit im Nagelstudio den Recolution Soak-off ausprobieren durfte (den Post findet ihr hier). Das ist ein Nagellack, der allerdings unter UV-Licht aushärtet und so quasi wie Gel ist, nur dass es eben kein Gel ist und weitaus nagelfreundlicher als richtiges Gel. Ich war so begeistert von diesem Nagellack, dass ich im Internet dann recherchiert habe. Gefunden habe ich ebenfalls von LCN Lac & Cure. Diese Reihe ist im LCN for you Shop erhältlich und extra für die private Anwendung zu Hause konzipiert worden. Nach einiger Überlegungszeit, da das alles ja doch recht teuer ist, habe ich mich dann dafür entschieden, mir das Starter Set zu bestellen und das zu Hause auszuprobieren. Die Lieferung ging wirklich fix und innerhalb von ein paar Tagen war das Paket bei mir. Enthalten in dem großen Starter Set sind eine UV Lampe, ein Nagellack (ravenous), ein Base Polish, ein Top Polish, ein Nail Cleanser, ein Nail Glaze Finish, ein Gentle Remover, ein Buffer (eine Feile), Pferdefüßchen (zur Entfernung der Nagelhaut und des Nagellacks) und 25 Zellstoffpads. Ich habe mir neben dem roten Lack noch einen pinken und einen schlammfarbenen Nagellack bestellt. Das große Starterset kostet 109€ und ein Lack 16,50€. Angesichts der Tatsache, dass wirklich alles dabei ist und die Mengen auch einige Zeit vorhalten, finde ich den Preis fair. Zum Vergleich: Im Nagelstudio zahlt man um die 35€ für das einmalige Auftragen von einem solchen UV-Nagellack, wobei man bedenken muss, dass das Entfernen ca. 3 Wochen später in dem Preis noch nicht enthalten ist.

Lac & Cure VILac & Cure III Lac & Cure IVLac & Cure VLac & Cure VII

Nachdem ich es in den letzten zwei Wochen neben meinen ganzen Unisachen und der anstehenden Klausur leider nicht geschafft habe, Lac & Cure auch auszuprobieren, habe ich mir heute Zeit genommen, das in Ruhe das erste Mal anzuwenden. Ich warne Euch schon einmal vor: Nehmt Euch für das erste Auftragen wirklich Zeit und plant zwei Stunden ein. Man muss sich mit der Anwendung erst vertraut machen und es dauert dann doch eine Weile. Ich bin mir aber sicher, dass das von Mal zu Mal auch schneller geht in Zukunft.

Zuerst habe ich meine Nägel gefeilt und vor allem jegliche spitzen Stellen wegefeilt.

Lac & Cure II

Der erste Schritt besteht darin, dass man die UV Lampe anschließt (Netzteil erst in das Gerät stecken und dann in die Steckdose!). Anschließend säubert man die Nägel mit dem Nail Cleanser. Einfach ein paar Tropfen auf eines von den Pads laufen lassen und dann die Nägel sorgfältig säubern. Man beginnt dann mit dem base Polish. Achtung: Den Lack nicht zu dick auftragen, sondern wirklich so dünn wie möglich, sonst härtet der Lack niemals aus, auch wenn man die Finger noch so oft unter die UV Lampe hält. Man lackiert erst Ringfinger bis kleinen Finger und härtet diese dann aus. Empfohlen werden 60 Sekunden, also zwei Einheiten unter der UV Lampe. Allerdings muss ich sagen, dass ich pro Schicht meistens drei bis vier Einheiten gewartet habe, weil ich damit einfach ein besseres Gefühl hatte. Danach wiederholt man das Ganze mit dem Daumen derselben Hand, dann den vier ersten Fingern der zweiten Hand und dann dem Daumen dieser Hand. Genauso verfährt man dann mit der ersten Schicht des Farblacks, der zweiten Schicht des Farblacks und dem Top Polish.

Lac & Cure VIIILac & Cure IX

Was mir negativ aufgefallen ist, ist, dass der Lack trotz Aushärtung sehr anfällig für Fusseln und Flusen jeder Art ist. Das mag jetzt auch ein wenig mein Fehler gewesen sein, da ich die Nägel im Wohnzimmer gemacht habe, allerdings hatte ich damit so stark nicht gerechnet. Vielleicht sollte ich das in Zukunft im Bad oder auf jeden Fall nicht in der Nähe des Sofas machen. 😀

Mein Fazit: Die Farbe ist wunderbar, die Deckkraft nach der zweiten Schicht -, die dazu allerdings wirklich unabdingbar ist,- ebenfalls super. Die Routine kommt mit der Wiederholung, aber die Anwendung ist wirklich benutzerfreundlich. Ich kann Euch diesen Nagellack also sehr empfehlen.

Meine Erwartungen: Kein Nachlackieren alle zwei Tage, weil irgendwo etwas abplatzt, weil man irgendwo angestoßen ist oder Ähnliches. Außerdem hoffe ich, dass der Lack jetzt zwei bis drei Wochen hält und ich ihn dann lediglich – wie beim Recolution Soak-off – entfernen muss, weil er rausgewachsen ist. Daneben wäre es schön, wenn der Glanz so, wie er jetzt ist, erhalten bleibt.

Ich werde Euch auf dem Laufenden halten bezüglich der Haltbarkeit und Robustheit! 🙂

Hier nun die Fotos vom Ergebnis:

Lac & Cure XLac & Cure XILac & Cure I

UPDATE:

Inzwischen habe ich alle drei Farben des Lacks ausprobiert und kann Euch ein Fazit präsentieren! Als Erstes habe ich, wie Ihr ja oben sehen könnt, das Pink (candyland queen) ausprobiert. Man braucht einfach ein wenig Erfahrung und Routine, um mit dem Lack ordentlich umgehen zu können, da er andere Eigenschaften hat als normaler herkömmlicher Nagellack. Beispielsweise zieht sich der Lack direkt nach dem Auftragen, also vor dem Aushärten, zusammen, weshalb man kurz vor dem Aushärten auf jeden Fall nochmal die Spitzen nachfahren muss und eventuell unten den Ansatz. Apropos Spitzen: Ich hatte meine Nägel viel zu kurz, als ich den Lack das erste Mal ausprobiert habe. Die Nägel müssen so lang sein, dass man ordentlich die Nagelspitze mit dem Lack ummanteln kann. Das funktioniert allerdings nicht, wenn die Nägel so gut wie nicht über die Fingerkuppe herausragen. Nachdem ich das gelernt hatte, habe ich dann das Rot (underneath it all) ausprobiert. Das Ergebnis könnt Ihr hier sehen:
Lac & Cure rot

Auch mit diesem Auftragen habe ich gelernt, dass es sinnvoller ist, erst die Nägel einer Hand komplett fertig zu machen und dann die der zweiten Hand zu lackieren, da man so jeglichen Staub, der sich da in den Schwitzschichten festsetzen kann, besser vermeiden kann. Andernfalls verfängt sich gegebenenfalls in der jeweiligen Schwitzschicht einer der Schichten irgendetwas, was sich im Haushalt nicht vermeiden lässt.
Zu guter Letzt habe ich heute das Braun/Beige (that’s all I needed) ausprobiert. Ein Foto folgt:
Lac & Cure beige
Ich muss sagen, ich hatte mir die Farbe ein klein wenig anders vorgestellt, allerdings finde ich es so, wie es jetzt tatsächlich ist, auch schön. Erwartet hatte ich eine deutlich dunklere Farbe, die auch mehr in den Schlamm-/Grün-/Braunbereich geht als in den Beige-/Rosabereich. Inzwischen habe ich es aber geschafft, die Nagelspitzen ordentlich zu ummanteln und hoffe, dass so jetzt problemlos funktioniert. Falls doch einmal etwas absplittert, ist das auch überhaupt kein Problem! Ich habe mir z.B. einen Nagel so unglücklich an einer Tür gestoßen, dass ein Teil der Nagellackschickt abgeblättert ist. Innerhalb von 10 Minuten war dieser Schaden allerdings so korrigiert, dass man danach nicht mehr den kleinsten Hinweis darauf gesehen hat, dass der Lack dort ausgebessert wurde. Man hat keinen Übergang sehen können.
Der Glanz des Lacks bleibt von Beginn an bis zum Entfernen übrigens erhalten!

Endfazit: Ich empfehle den Lack also jedem, der keine Lust auf ewige Trocknerei des Lacks hat und Geduld hat, sich mit Lac & Cure so zu beschäftigen, dass man die Tücken des Lacks kennt und beherrscht. Alles in allem bin ich sehr zufrieden – Daumen hoch!

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6 Gedanken zu “Lac & Cure – UV-Nagellack für Zuhause im Alltagstest!

  1. Also ich bin grade ratlos….hab den lack soeben getestet,,und er trocknet einfach nicht..ich benutzte allerdigs einen anderen unterlack..knn es das sein?..ich hab 2 schichten aufgetragen und jeweils in der uvlampe getrocknet..fühlt sich so klebrig an…und man bleibt hängen…und er wirkt dann stumpf…was ist da falsch bitte….

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  2. Diesen Lack habe ich schon oft bei den weiblichen Mitgliedern meiner Familie gesehen, die mit Kindern und Arbeitsstress einfach nicht so viel Lust auf stndiges Lackieren haben und fand es super! Aber ich könnte mich gar nicht für so lange auf eine einzige Farbe festlegen…. 😉
    💙 Ella

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      1. Bin gespannt, was du noch so berichtest. Für mich sind 2-3 Wochen glaube ich schon zu lang. Es sei denn bei einem Nude-Lack, der schön natürlich aussieht… 🙂

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