Review – The Forecaster

Gestern waren wir in dem Film The Forecaster, ein Independent Film, der nur in ausgewählten Kinos gezeigt wird. Eines davon ist das Kino Harmonie in Frankfurt-Sachsenhausen (ein zweites Kino dieses Hauses befindet sich am Rossmarkt in Frankfurt). Der Film erzählt die Geschichte des Finanzanalysten Martin Armstrong.
Martin Armstrong stammt aus New Jersey und hat sich einen Namen gemacht, indem er aufgrund von Geschichte und mathematischen Formeln die Entwicklung der Weltwirtschaft in 99% der Fälle punktgenau vorhergesagt hat – meistens Jahre im Voraus. Eine große Problematik sieht er in der Staatsverschuldung, die immer weiter wächst und von keinem einzigen Staat bekämpft wird. Mitunter durch diese Behauptung und einige andere Zusammenhänge, die er aufgedeckt hat, hat er sich die amerikanische Regierung und die Vorstände der größten Banken und Unternehmen zum Feind gemacht. Er selbst hat die Mitwirkung in diesem großen Club, wie er es nennt, immer verweigert und ließ sich nicht kaufen. Armstrong hat lange und ausführlich, eigentlich seit seiner Kindheit, die Entwicklung und die Geschichte der Weltwirtschaft und der Wirtschaft der einzelnen Länder studiert und hat mit Hilfe dessen einen Code entwickelt, mit dem er genau vorhersagen kann, wann was passieren wird. Denn seine Theorie ist es, dass sich die Geschichte immer wiederholt und die Menschheit nicht aus ihren Fehlern lernt, weil niemand wirklich die Zusammenhänge begreift. Er hat einen Zyklus von 8,6 Jahren bestimmt, in dem Crashes wiederkehren. In dem Film sieht man Dokumente, in denen er bereits Jahre im Voraus das Platzen der Immobilienblase in den USA vorhersagt oder auch die Aufhebung der Koppelung des Franken. Wenn man den Film so sieht und hört, was Armstrong sagt, läuft einem ein kleiner Schauer über den Rücken, weil man es kaum begreifen kann, dass das, was er sagt, alles zutrifft. Es ist ein wenig beängstigend.
Allerdings hat Armstrong auch eine dunkle Seite bzw. Vergangenheit. Von 1999 bis 2011 saß Armstrong im Gefängnis, weil ihm vorgworfen wurde, ein riesiges Schneeballsystem entwickelt und seine „Geschäftspartner“ um Millionen oder sogar Milliarden betrogen zu haben. Dieses Schneeballsystem allerdings hat niemals wirklich existiert, zumindest gibt es dafür keine Belege. Auch positive Kontobewegungen sprechen dagegen, die eigentlich, würde ein Schneeballsystem existieren, negativ sein müssten. Armstrong saß 7 Jahre in Beugehaft, die alle 18 Monate verlängert wurde, nachdem er den Code nicht an die Regierung herausgeben wollte. Nach den 7 Jahren wurde er vor die Wahl gestellt, ein Geständnis zu unterschreiben und fünf weitere Jahre im Gefängnis zu verbringen oder sich weiterhin zu weigern und zu 135 Jahren haft verurteilt zu werden. Im Film sagt er, das sei nicht wirklich eine Wahlmöglichkeit gewesen. Also unterschreibt er das Geständnis und kommt 2011 wieder frei. Während dieser Zeit im Gefängnis fängt er sich recht schnell wieder und setzt dort seine Schreiberei fort. Täglich versorgt er die Menschen mit seinen Prognosen und ist trotz der Haft auf dem aktuellsten Stand.

Und für alle, die es nicht so recht glauben: Wie schon gesagt, die Entkoppelung des Franken hat Armstrong 2012 vorhergesagt, auch hat er für dieses Jahr eine große Vertrauenskrise weltweit vorhergesagt, die Auflehnung gegen die Flüchtlinge und ein absolutes Aktienhoch.

Für den 1. Oktober 2015 prophezeiht er das Platzen der Staatsschuldenblase. Wir werden sehen, was Ende dieses Jahres passiert!

Der Film ist eine super Empfehlung für diejenigen, die sich ein wenig für Wirtschaft interessieren und vor allem gespannt sind, wie es ab diesem Jahr weitergehen wird.

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