New York City – Déjà vu?

Wie bereits in meinem letzten New York Artikel angekündigt, nehme ich Euch heute ein weiteres Mal mit auf die Reise durch die Stadt, die niemals schläft.
Ich war letzten August wieder für fünf Tage mit meinem Freund im Big Apple. Ich möchte Euch gerne teilhaben lassen an unseren Erlebnissen, indem ich Euch gleichzeitig zeige, was man unbedingt gesehen haben muss. Fangen wir mit unserer Ankunft in Newark, NJ an…

Dienstagabend
Da wir vorher bei meiner Gastfamilie in Texas waren, waren wir fast einen Tag unterwegs, bis wir endlich in Newark gelandet sind. Abends gegen 21.30 Uhr sind wir dann in der Stadt in New Jersey gelandet, wo wir uns dann auf die Suche nach dem Ground Transportation Information Desk gemacht haben. Wir hatten bereits in Deutschland einen Shuttle gebucht, der uns vom Flughafen zu unserem Hotel in Manhattan bringen sollte. Der Shuttle ist erst in dem Moment bestellt worden, in dem wir an dem Schalter Bescheid gegeben haben. Innerhalb von 20 Minuten ist der Fahrer dann gekommen und hat uns in der Wartehalle eingesammelt. Gemeinsam mit sieben anderen Fahrgästen sind wir dann nach New York City gefahren. Die Fahrt an und für sich ging wirklich sehr schnell, allerdings wurden wir als Letzte an unserem Hotel abgesetzt, wovor wir drei andere Stops hatten. Das Positive: Wir haben zur Einstimmung auf die nächsten Tage quasi eine kleine Stadtrundfahrt bei Nacht gratis dazu bekommen. Ich war aber wirklich froh, als wir dann um halb 12 endlich in unserem Hotel angekommen waren.
Wo wir beim nächsten Thema wären… Unser Hotel war das Hudson NYC.
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Die Lage war der reinste Wahnsinn. Das Hudson liegt an der südwestlichen Ecke des Central Parks direkt am Columbus Circle. Zu Fuß läuft man vom Hotel ca. 5 Minuten zum Eingang vom Central Park, ca. 10-15 Minuten zum Times Square, ca. 10 Minuten zur 5th Avenue und 25 Minuten zum Pier 83, auf den ich später noch einmal zurückkommen werde. Das Hotel zählt zu den Design-Hotels von New York City. Der Weg zur grün bedachten Rezeption führt über eine grün beleuchtete Rolltreppe. Direkt hinter der Rezeption liegt der Innenhof, in dem man frühstücken oder abends einen Drink zu sich nehmen kann. Das Hotel ist modern und schick, allerdings ist dabei die praktische Seite etwas auf der Strecke geblieben. Die Zimmer sind sehr, sehr klein und für zwei große Menschen eine – im wahrsten Sinne des Wortes – kleine Herausforderung. Die einzige Möglichkeit den Koffer aufzumachen, ist, ihn auf’s Bett zu legen. Verstauen kann man zwei Koffer auch nur mit Mühe. Abgesehen davon sollte man sich sicher sein, dass man die Person, mit der man in dem Doppelzimmer ist, auch wirklich ehrlich mag, denn die Dusche ist mit einer Glaswand vom Zimmer getrennt… Um ungestört und vor allem unbeobachtet auf Toilette gehen zu können, muss man den Duschvorhang zuziehen. Wenn man damit kein Problem hat, sind die Zimmer wirklich super. Unabhängig davon verbringt man ja sowieso ausschließlich die Nacht dort und schläft und duscht.

Mittwoch
Den Mittwoch haben wir genutzt, um einen Überblick über die Stadt zu bekommen. Mein Freund war zum ersten Mal in New York, also wollten wir natürlich möglichst viel sehen. Wir hatten ebenfalls von Deutschland aus schon einen 72 Stunden-Pass für den Hop on Hop Off Bus von Gray Line gebucht.
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Also haben wir dann am Mittwoch gleich zwei Touren gemacht, die durch Downtown und die durch Uptown. Diese Rundfahrten eignen sich vorzüglich, um zu eruieren, was man sich in den nächsten Tagen noch genauer anschauen möchte.
Am Abend sind wir dann durch Hell’s Kitchen – das Restaurant-Paradies – gelaufen und haben bei dem sehr süßen Italiener Avia zu Abend gegessen. Leider finde ich von dem Restaurant keine Online-Präsenz. Ich empfehle Euch aber sowieso einfach loszugehen und spontan zu sehen, was Euch anspricht. So haben wir es diesmal jeden Abend gemacht und waren sowohl qualitativ als auch preislich super zufrieden!

Donnerstag
Unser Donnerstag hat dann recht früh mit einem Spaziergang von unserem Hotel aus begonnen. Auf der Karte sehen ja Wege sowieso immer kürzer aus als sie es in Wirklichkeit sind. Also dachten wir uns, komm, ein bisschen Bewegung am Morgen, wo es noch nicht ganz so heiß ist, kann nicht schaden. Wir sind dann von unserem Hotel aus (zu Erinnerung: an der südwestlichen Ecke des Central Parks) bis zum Pier 83 gelaufen, der an der Ecke 12th Ave./43rd St. liegt. Das hat sich dann ca. 30 Minuten gezogen, aber wir haben es pünktlich geschafft und sind um 10 Uhr mit dem Boot der Circle Line Sightseeing dort losgefahren. Wir hatten uns schon zu Hause für den Best of NYC Cruise entschieden, der 2,5 Stunden dauert und bei dem man einmal um die gesamte Insel herum fährt. Es war unfassbar heiß an diesem Tag und es war sehr voll. Das ist das, was ich auch negativ anzumerken habe. Wenn man Wert auf eine gemütliche, kleine, familiäre Bootstour legt, sollte man sich definitiv einen anderen Anbieter suchen. Bei Circle Line Sightseeing sitzt man mit sicherlich 300 Menschen auf einem Schiff, was für störungsfreie Fotos nicht optimal ist. Trotzdem möchte ich Euch ein paar der tollen Eindrücke zeigen!
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Im Anschluss an unsere Erkundung zu Wasser haben wir uns dann mit dem Hop on Hop off Bus auf den Weg zur City Hall gemacht und sind von dort aus in einen Bus für die Brooklyn Tour eingestiegen. Diese Tour kann ich Euch nur ans Herz legen. Ihr müsst dafür ungefähr 1,5 Stunden einplanen, dafür bekommt ihr aber mal eine andere Seite von New York zu sehen, die sehr vielseitig ist.
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Die Brooklyner haben auf jeden Fall einen netten Sinn für Humor und begrüßen jeden, der über die Brooklyn Bridge von Manhattan nach Brooklyn fährt, mit diesem Schild.
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Natürlich könnt Ihr von Brooklyn aus auch den spektakulären Blick auf die Skyline von Manhattan genießen.
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Links seht Ihr die wunderschöne Brooklyn Public Library, die von einer Non-Profit-Organization betrieben wird. Auf dem rechten Bild seht Ihr den Eingangsbereich vom Brooklyn Botanic Garden. Die großen Mengen Grünflächen erwartet man in einer Stadt wie New York nun wirklich nicht, aber sie sind da und offenbaren sich immer wieder in Parks oder Gartenanlagen.
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Links ist das 1885 erbaute Brooklyn Museum zu tun, in dem es von indianischer und afrikanischer Kunst über asiatische Kunst über ägyptische Kunst bis hin zu amerikanischer und europäischer Kunst alles zu bewundern gibt. Das Foto rechts zeigt das typische und sehr idyllische Straßenbild Brooklyns.
Nach unserer Brooklyn-Tour sind wir durch den Financal District gelaufen und haben ein wunderschönes Plätzchen hinter dem Brookfield Place gefunden. Von dort aus hat man einen phantastischen Blick auf die Statue of Liberty, New Jersey und die beeindruckenden Wolkenkratzer Manhattans. Außerdem gibt es dort auch Restaurants, Cafés und Sitzmöglichkeiten. Ein absolutes Must-See!
Bevor wir dann dorthin am Abend wieder zurückgekehrt sind, hatten wir Karten für das One World Trade Center, oder auch Freedom Tower genannt, wobei Freedom Tower durch One World Trade Center ersetzt wurde, da den Amerikanern Freedom Tower mit dem Hintergrund des 11. September 2011 nicht passend und zu emotional schien.
Für $32 pro Person könnt Ihr sieben Tage die Woche von 09.00 bis 20.00 Uhr den spektakulärsten Wolkenkratzer-Besuch überhaupt erleben. Mit einem sehr modernen Aufzug geht es hinauf bis in 380m Höhe. Bei der Aufzugfahrt beginnt schon das Erlebnis. Während der Aufzug innerhalb sehr kurzer Zeit die Höhe zurücklegt, wird der Besucher durch die Entstehungsgeschichte New Yorks geführt – an die Wände wird die Stadtgeschichte projeziert. Das heißt, man sieht um sich herum die Stadt wachsen. Allein dafür lohnt sich der Besuch!
Anschließend wird man in einen länglichen Raum mit einer Videowand geführt, auf der ein zwei Minuten langer Film gezeigt, der die Vorzüge und Besonderheiten der Stadt hervorhebt. Eigentlich will man weiter und endlich auf die Aussichtsplattform, doch dann passiert das Überraschende: die Videowand wird hochgefahren und zum Vorschein kommt dieser Ausblick:
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Das ist ein Moment, der mich zumindest sehr bewegt und berührt hat – vor allem, nachdem ich damit überhaupt nicht gerechnet hatte.
Mit seinen bodentiefen Fenstern hat man vom One World Observatory einen 360° Grad Blick über ganz Manhattan und weit darüber hinaus. Es gibt außerdem auf dem Stockwerk zwei City Pulse Points – Richtung Norden und Süden -, an denen in regelmäßigen Abständen von Mitarbeitern mithilfe der neusten technischen Möglichkeiten jeder beliebige Punkt in der Stadt herangezoomt, erklärt und erläutert werden kann.
Jetzt möchte ich Euch aber die atemberaubenden Bilder nicht weiter vorenthalten. Viele Worte kann man dazu sowieso nicht finden, die Fotos sprechen für sich, finde ich.
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Nach diesen Impressionen waren wir abends noch einmal am Brookfield Place und haben uns den Sonnenuntergang angesehen. Anschließend waren wir bei P.J. Clarke’s essen. Dieses Restaurant kann ich sehr empfehlen. Dort gibt es alles, was das Herz begehrt, und es ist sicherlich für jeden Geschmack etwas dabei.
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Auf dem Heimweg haben wir dann noch ganz in der Nähe vom Columbus Circle in der 58th Street Pinkberry entdeckt. Dort gibt es eines der besten Frozen Yogurts, die ich je gegessen habe! Leider lag der Laden sehr verführerisch quasi jeden Abend auf unserem Heimweg… 🙂

Freitag
Wie der Zufall es so will, hatten wir auch diesmal Glück mit einem wirklich besonderen Event in New York. An diesem Tag fand vormittags auf dem Times Square ein sogenanntes Kiss in statt. Anlässlich des Jahrestages des Endes des 2. Weltkrieges hat die Times Square Alliance eine Veranstaltung organisiert, auf der die berühmte Kuss-Szene eines anonymen Paares damals von vielen Paaren nachgestellt wurde. Aus diesem Anlass wurde auch eine riesige Skulptur, die genau diese Szene zeigt, auf dem Times Square aufgebaut.
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Von dort sind wir dann mit dem Hop on Hop off Bus bis zur Station „High Line“ gefahren. High Line ist eine stillgelegte Bahntrasse, die zu einem der wunderschönsten Orte New Yorks geworden ist. Man hat dort der Natur so gut wie freien Lauf gelassen und entstanden ist eine gründe Idylle ein paar Meter über dem beschäftigten Treiben der Stadt. Die High Line ist ungefähr 2,3 km lang und bietet somit ausreichend Platz für einen ausgiebigen Spaziergang. Es gibt in regelmäßigen Abständen Treppen, die hoch auf die High Line und hinunter auf die Straße führen, und ebenso Sitzgelegenheiten.
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Der restliche Tag war von uns für Shopping blockiert. Wir sind einmal die 5th Avenue und einmal die Madison Avenue entlang gelaufen und konnten uns an den vielfältigen und wunderschönen Schaufenstern sattsehen. Ein Blick lohnt sich in Lord & Taylor, das älteste Kaufhaus von New York. Wenn man Glück hat, erwischt man dort auch gerade einen Super Sale von bis zu -80%! Da lohnen sich die Marken-Einkäufe.
Am Abend waren wir bei Del Frisco’s Grille direkt am Rockefeller Plaza essen. Ein sehr gutes Restaurant mitten im Geschehen! Außerdem scheint dieser Ort auch bei Einheimischen ein beliebtes Restaurant bzw. eine beliebte Bar zum After-Work zu sein.
Eine Sache darf natürlich nicht fehlen, wenn man in einer solchen Stadt wie New York ist – der Besuch in einer Rooftop Bar. Wir haben uns eine sehr kleine und schnuckelige Bar auf dem Dach des 6 Columbus Hotel ausgesucht namens Above 6 bzw. Hi-Bar. So etwas solltet ihr unbedingt erleben! Aber seht selbst:
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Samstag
Der Samstag war unser letzter Tag in New York, weshalb wir nur noch bis mittags Zeit hatten, die Stadt weiter zu erkunden und zu genießen. Für den Vormittag hatten wir Karten für das Rockefeller Center und somit einen der spektakulärsten möglichen Abschlüsse unseres Aufenthalts. Für $32 kann man täglich von 08.00 Uhr bis 00.00 Uhr das Top of the Rock erleben. Natürlich könnte man jetzt sagen, ein Observation Deck genügt doch eigentlich für einen New York Aufenthalt, aber da muss ich widersprechen! Erstens sieht man die Stadt von zwei völlig unterschiedlichen Blickwinkeln und zweitens sage ich immer, das, wo man draufsteht, kann man nicht sehen, wenn man draufsteht. Also lohnt sich der zweite Besuch auf der Aussichtplattform auf jeden Fall. Außerdem hat man nur von dort einen Blick auf den Central Park und den Norden Manhattans.
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Zu guter Letzt sind wir auf dem Weg zum Columbus Circle über eine Art Flohmarkt in der 6th Avenue gestolpert, der samstags und sonntags stattfindet und auf dem ich tatsächlich einen – mir vorher nur aus Serien wie 2 Broke Girls bekannten – Cronut gegessen habe. Ich kann Euch nur empfehlen, einen Cronut einmal zu probieren, wenn ihr die Möglichkeit habt!
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Zu Mittag haben wir dann noch einmal das gemacht, was ganz viele New Yorker scheinbar auch machen. Wir waren bei Whole Foods, haben uns dort unser Mittagessen „to go“ geholt und uns damit in den Central Park gesetzt.

Mein Fazit: In New York gibt es – egal, wie oft man schon dort war – immer etwas Neues zu entdecken und zu sehen. Eine Reise lohnt sich immer. Und ich persönlich stelle fest, dass mir die Stadt jedes Mal, das ich da bin, noch besser gefällt!
Ich hoffe, Euch hat unsere Reise durch New York Spaß gemacht und Ihr konntet etwas davon für Euch mitnehmen – das würde mich sehr freuen! 🙂

Eure Franzi

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2 Gedanken zu “New York City – Déjà vu?

  1. Was für ein unglaublich schöner Bericht ! Leider bin ich noch nie in New York gewesen, es ist mein absoluter Traum 🙂 dein Post enthält viele hilfreiche Tips, die ich auf jeden fall mit nehmen werde wenn ich dort bin 😀 ich hoffe schon ganz bald.
    Liebe Grüße
    Yvonne

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